Hanwag

Girls’Day – die frühe Suche nach Fachkräften

Rund 10.000 Veranstaltungen, mehr als 125.000 Plätze für interessierte Mädchen – der 11. Girls’Day, der am 14. April bundesweit stattfand, sorgte für einen neuen Rekord.

Erzielt wurde dieser auch durch das Engagement der Adidas Group. Am Hauptsitz in Herzogenaurach konnten sich mehr als 20 Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren davon überzeugen, dass hinter der Welt des Sports ein enormes technisches Know-how steht.

 

 

Eröffnet wurde der Girls´Day von der ersten Frau im Staate. Bundeskanzlerin Angela Merkel gab bereits am 13. April den Startschuss zum diesjährigen Girls´Day und lud 24 Schülerinnen ins Bundeskanzleramt ein. Ausgangspunkt des Girls´Days vor elf Jahren war die Erkenntnis, dass sich mehr als 50% der Mädchen nur für zehn Ausbildungsberufe bewerben – und das bei über 400 verschiedenen Lehrberufen. Unter den zehn Traumberufen der Mädchen rangiert übrigens kein naturwissenschaftlich-technischer Job.

Adidas ist auch eine technische Welt
In der Sportbranche übernahm Adidas am Girls´Day wie schon in den Jahren zuvor die Vorreiter-Rolle. Mehr als 20 Mädchen aus der Region trauten sich am 14. April in die Arbeitswelt der informationstechnologischen Experten, die hinter den Produkten mit den drei Streifen steht. Neben dem Einblick in die IT-Welt erfuhren die Realschülerinnen alles über den dreijährigen Ausbildungsberuf „Fachinformatiker/-in für Systemintegration“, der im September 2012 bei Adidas an den Start geht. Das duale Studium „Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik“ interessierte vor allem die Gymnasias-tinnen. Adidas hofft mit seinem Engagement, bei jungen Frauen das Interesse an technischen Berufen zu wecken, da diese auch für sie gute
Zukunftsperspektiven bieten.

Der Girls’Day braucht noch viele Womens’Days
Ein Gedanke, den auch die Organisatorinnen des Girls’Day verfolgen. Neben dem Einblick in technische Berufe sollen die Schülerinnen am Mädchen-Zukunftstag auch die Chance bekommen, sich mit Frauen in Führungspositionen auszutauschen. Nach der Ausbildung geht für junge Frauen in der Berufswelt der Hürdenlauf nämlich erst richtig los. Führungspositionen werden weiterhin verstärkt mit Männern besetzt. Eine DIW-Untersuchung der DAX 30-Unternehmen, zu denen die Adidas Group zählt, hat ergeben, dass auch Adidas kein Frauenquoten-Ziel verfolgt. So ist kein Vorstandsmitglied der Adidas Group weiblich und den beiden Frauen im Aufsichtsrat sitzen zehn Männer gegenüber. Allerdings hat dieser am 9. Februar 2011 beschlossen, bei den Neuwahlen zum Aufsichtsrat im Jahr 2014 die Mitgliedschaft von mindestens drei Frauen anzustreben. Vielen Frauen, die in Führungspositionen wollen, steht also noch ein Marathon bevor – hoffentlich stimmt das Schuhwerk.

 

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