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Touchbuch nimmt Industrie mit ins Boot

Das unter dem Namen Touchbuch bekannte Funktionslexikon von Ulrike Luckmann ist schon lange kein Buch mehr. Seit 2005 macht es als Online-Version seinen Weg und seit Kurzem kann es sogar als mobile Datenbank auf browserfähigen Smartphones und PC-Tablets genutzt werden. Als nächstes soll nun die Industrie eingebunden werden. Damit rückt das Ziel, die Fachkompetenz im Handel zu stärken, noch näher.

 

Alte Hasen im Sport-Fachhandel kennen das Touchbuch schon lange. 1990 ging es erstmals in gedruckter Form mit echten Materialmustern zum Fühlen und Anfassen (daher auch der Name) an den Start.

Der schnelle Überblick für Verkäufer
Die Autorin Ulrike Luckmann, die Modedesign studiert hat und viele Jahre als Journalistin mit den Schwerpunkten Sportmode, Funktionsmaterialien und Trends arbeitete, verfolgte von Anfang an ein Ziel: „Azubis und Verkäufer brauchen einen schnellen und fundierten Überblick über Funktionsmaterialien und Technologien in der Sportbekleidung. Dafür steht das Touchbuch.“ 2005 ging das Buch nach der dritten Auflage online. Beim Aufbau des Internetauftritts orientierte man sich am Schichtensystem mit Wäsche für die innere Schicht, mit Isolationsmaterialien für die mittlere Schicht und Wetterschutz für die äußere Schicht. Innovative Technologien wie z.B. Reflektionsstoffe, Nanotechnologie und PCM, die sich nicht in das Schichtmodell integrieren ließen, wurden gesondert dargestellt. Informationen zur Bekleidungsphysiologie und ein ABC der Fachbegriffe runden heute das kompakte Werk ab, das auch von ­Journalis­ten, Produktentwicklern und Unternehmen genutzt wird.

Vom Buch zur digitalen Datenbank
Die technische Entwicklung, die es inzwischen möglich macht, Inhalte vom Web auch auf Smartphones und PC-Tab­lets einzusehen, stellte das Touchbuch vor eine neue Herausforderung. Für User unsichtbar musste dafür die im Hintergrund des Lexikons stehende Technik so angepasst werden, dass die Seiten ohne Probleme auch auf den kleinen Geräten angezeigt werden können. Zudem mussten das Layout und die Suchfunktionen vereinfacht werden. „Letztendlich ist so quasi eine Wikipedia für Funktionsstoffe entstanden“, erklärt Luckmann. Alle Infos aus dem Touchbuch können heute
kostenlos als App auf den hochtechnischen Kleingeräten angezeigt werden. Dies ermöglicht es z.B. den Verkäufern, noch während des Beratungsgesprächs ganz spezielle Kundenfragen sofort zu beantworten.

Wer mehr weiß, kann besser verkaufen
Im nächsten Schritt öffnet sich nun das Touchbuch der Industrie. Dabei sollen die Inhalte des Funktionslexikons weiterhin neutral bleiben. Die Konfektionäre, Stoff- und Faserhersteller können diese aber durch ihre Markeninformationen wie z.B. die Eigenschaften der Funktionsstoffe, Pflegehinweise und sportliche Einsatzbereiche ergänzen und darüber hinaus Banner schalten. Da das Touchbuch auch in die Trainings von Sportsella integriert ist, bietet sich der Industrie die Chance, auf zwei Kanälen die Aufmerksamkeit der Azubis und Verkäufer zu gewinnen. Sympatex hat diese Vorteile erkannt und wird als erster seine Markeninformationen bei Touchbuch.com einstellen. Dabei bleibt für Luckmann das oberste Ziel: „Verkäufer und Azubis brauchen gebündeltes Wissen, das über viele Kanäle zugänglich ist, um ihr Fachwissen schnell zu aktualisieren, denn: Wer mehr weiß, kann besser verkaufen.“ dw
 

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